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Die Türkische Gemeinde in Deutschland verurteilt die weiterhin schleppende Aufklärung der NSU-Mordserie. Die kürzlich bekannt gewordenen Informationen über die mutmaßliche Beschäftigung von Uwe Mundlos bei einem V-Mann des Verfassungsschutzes ist ein Weckruf, der die Notwendigkeit einer schnelleren Aufarbeitung der NSU-Affäre vor Augen führt. „Für die TGD war die Aufdeckung des Nationalsozialistischen Untergrunds 2011 ein Schock. Die jüngsten Berichte werfen wieder einmal kein gutes Licht auf den Verfassungsschutz, da sie zeigen, wie nah die Sicherheitsbehörden den Tätern standen. Das ist sehr beängstigend“, bezieht der TGD-Bundesvorsitzende Gökay Sofuoğlu Stellung.

Bereits 2012 wurde der besagte Informant zu der Mitwisserschaft des Terrortrios verhört. Die TGD fordert die dringende Weiterverfolgung dieser Ermittlungen. Ohne eine umfassende Aufdeckung der einzelnen Mitwisser und der Vernetzung innerhalb der Sicherheitsbehörden befürchtet die TGD einen langfristigen Vertrauensverlust seitens der türkeistämmigen Menschen in die staatlichen Institutionen. „Die neuesten Enthüllungen sind eine weitere Zumutung für die Familienangehörigen, die schon seit Jahren auf eine lückenlose Aufklärung der Morde warten. Diese Menschen als auch die Öffentlichkeit verdienen endlich Antworten. Ich möchte Frau Merkel an ihr Versprechen von 2012 erinnern, die Mordserie vollständig aufzudecken“, sagt Sofuoğlu.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland setzt sich für die vollständige Klärung der Hintergründe rund um den Nationalsozialistischen Untergrund ein, und appelliert in diesem Zusammenhang an die Bundesregierung ihren Worten Taten folgen zu lassen.

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